Hintergrund

Informationen der Bürgerinitiative gegen den Logistikpark Barmingholten:

Um mehr Industrie und Gewerbe in der Metropole Ruhr ansiedeln zu können, will der Regionalverband Ruhr (RVR) 24 neue regionale Kooperationsstandorte ausweisen (alle Unterlagen, Protokolle sind öffentlich unter https://www.ruhrparlament.de Suchpfad: Recherche, Verbandsversammlung, 27. Sitzung Abstimmung über Drucksache Nr. 13/1729, zu finden).

Ein vorgesehener Standort ist Barmingholten. Auszug aus ‚Sachlicher Teilplan Regionale Kooperationsstandorte‘ zum Regionalplan Ruhr: ‚Der Standort “Barmingholten” liegt mit einer anzurechnenden Flächengröße von rund 31 ha in der Stadt Dinslaken. Die Holtener Straße (K8) teilt den Standort in einen westlichen Teilbereich mit rund 12 ha und einen östlichen Teilbereich mit rund 19 ha Flächengröße. Östlich grenzt der Ortsteil Dinslaken-Barmingholten mit Wohnbebauung unmittelbar an den Standort an. Die Dinslakener Ortsteile Hiesfeld und Averbruch sind je etwa 1,5 km entfernt. Siehe auch folgende Grafik:

Hintergrund der Beschlussfassungen und aktueller Stand: 

1.     Der Logistikpark Barmingholten, als einer von 24 regionalen Kooperationstandorten des Regionalverbandes Ruhr (RVR) liegt zur Entscheidung noch beim RVR. Wir wurden vom RVR informiert, dass die Offenlegung des Beschlusses Ende September 2020 erfolgen soll. Ab diesem Zeitpunkt gibt es eine zweimonatige Widerspruchsfrist, bevor dann Anfang nächsten Jahres die Entscheidung im Ruhrparlament bzw. in der Verbandsversammlung getroffen wird. Damit wir uns an alle Vorschriften und Fristen eines solchen Widerspruchs halten können, haben wir eine Anwaltskanzlei in Köln gefunden, die uns hier professionell unterstützen wird. Für die ersten Beratungsstunden verwenden wir einen großen Teil der gesammelten Spenden.

2.    Sollte der RVR im nächsten Frühjahr trotz unserer Widerstände den Kooperationsstandort Barmingholten genehmigen, ist noch nichts verloren! Der Beschluss regelt ‚nur‘, dass der Flächennutzungsplan das Gebiet als Industriegebiet ausweisen darf. Die Durchführung würde durch die Stadt Dinslaken im Zuge der konkreten Ausplanung und der Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgen. Dies bedeutet für uns auch, wir hätten noch die Möglichkeit Einfluss zu nehmen: Wir könnten den Rat der Stadt Dinslaken davon überzeugen die Planung nicht zu beginnen, oder wir könnten auf das „Wie und „Was“ Einfluss nehmen.   
Wie sich die Parteien dazu stellen, konnten wir in den letzten Tagen erfahren. Und es bleibt noch die Stichwahl am 27.9.2020 abzuwarten!

 

Was tun wir derzeit und was sind unsere weiteren Schritte?

  • Kontakt zu allen politischen Parteien in Dinslaken aufnehmen, vor der Wahl ist dies mit den Grünen, den Linken, der SPD und der UBV erfolgt. 
    In den nächsten Wochen muss dies mit dem neu zusammengesetzten Rat der Stadt Dinslaken erfolgen.
  • Beratungsgespräch mit dem Anwalt und Abstimmung unserer Möglichkeiten und der nächsten Schritte.
  • Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde Wesel aufnehmen.
  • Kontakt zum Umwelt und Planungsausschuss des Kreises Wesel aufnehmen.
  • Kontakt zu anderen ortsansässigen Bürgerinitiativen aufnehmen (z.B. Bürgerinitiative gegen Giftmüll (gegen die Deponie), Bürgerinitiative gegen das Holzkraftwerk).
  • Kontakt zu BUND und NABU vertiefen.
  • Wir haben den Grundstückseigentümer thyssenkrupp Steel Europe AG um eine Stellungnahme gebeten. Es wurde u.a. bestätigt, dass der Verkauf von 27ha südlich der B8 geplant ist.  “Seien Sie versichert, dass wir die Interessen der Bürgerinitiative und der beteiligten Nachbarn beachten werden“, war eine der Aussagen aus der Stellungnahme. 
  • Wir werden regelmäßige Veröffentlichungen in der Lokalpresse anstreben.
  • Wir haben eine Internetseite erstellt, auf der aktuelle Informationen und Ankündigungen veröffentlicht werden (www.logistikpark-barmingholten.de).
  • Wir haben eine Facebook Seite ins Leben gerufen (facebook.logistikpark-barmingholten.de).
  • Wir arbeiten an einer Vereinsgründung, derzeit wird die Satzung und die notwendige Infrastruktur zusammengestellt.      

     

Wir hoffen weiterhin auf ihre Unterstützung bauen zu können. Gemeinsam haben wir schon einige zum Zweifeln an der Sinnhaftigkeit dieses Projektes gebracht – das müssen wir fortführen!