3. Bauabschnitt Das ist der Plan für die Deponie Wehofen-Nord

NRZ Lokalausgabe, 28. Februar 2012

3. Bauabschnitt
Während der Großteil der Schlacke, die beim Stahlwerksprozess von ThyssenKrupp anfällt, für den Straßenbau und andere Einsatzmöglichkeiten verkauft wird, findet das Unternehmen für derzeit rund zehn Prozent der Schlacke keine Abnehmer. Diese Schlacke muss dann auf Deponien gelagert werden und bildet rund 75 Prozent des Haldematerials. Hinzu kommen noch Bauschutt und Ausmauerungen aus dem Heißbereich des Betriebs (jeweils 10 Prozent) sowie 5 Prozent sonstige Stoffe, zum Beispiel Kehrreste.

Die Deponie Wehofen-Nord ist in drei Bauabschnitte unterteilt und im Gebietsentwicklungsplan seit Mitte der 80-er Jahre verankert. Aufgehaldet wird im Grenzbereich Dinslakener Süden/Duisburger Norden allerdings bereits seit den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts (erst Bergematerial, dann Hüttenreststoffe).

Der erste Bauabschnitt der Deponie Wehofen-Nord ist abgeschlossen, der zweite läuft seinen Kapazitätsgrenzen entgegen. Diese sollen 2014, spätestens 2015 erreicht sein, so dass ThyssenKrupp in diesem Sommer das sogenannte Planfeststellungsverfahren für den dritten Bauabschnitt einleiten will, um dann dort weiter halden zu können.

Mit dem dritten Bauabschnitt soll die Halde weiter an den Averbruch rücken, die nord-westliche Begrenzung bilden die Brinkstraße (B 8) sowie die Emscher. Die Zufahrt zur Deponie soll nach wie vor über die A59 (Ausfahrt Hiesfeld) erfolgen. Mit der Inbetriebnahme des 3. Bauabschnittes soll der Betriebshof vom hinteren Teil der Leitstraße (Verlängerung der Schloßstraße) an die Kreuzung Brinkstraße/Leitstraße rücken. Von dort sollen die Lkw über die Leitstraße auf das Deponiegelände gelangen. Eine Reifenwasch- und eine Lkw-Waschanlage sollen verhindern, dass der öffentliche Verkehrsraum mit Deponiestoffen verschmutzt wird.

Bei (nicht anzunehmender) Vollauslastung von ThyssenKrupp soll es rund 15 Jahre, also bis etwa 2030 dauern, bis der 3. Bauabschnitt vollendet ist. Dann folgt die Versiegelung des Haldenkörpers, der am Ende 50 Meter über den Boden ragen soll. Bis zur Vollendung der Begrünung (die Nordseite wird bewaldet, die obere Plattform mit Magerboden versehen) sollen noch einmal fünf Jahre vergehen. kub