Großbaustelle Averbruch

NRZ Lokalausgabe, 15. Mai 2007

BRIEFE AN DIE REDAKTION

Jürgen Gleußner, Schützenstraße 84 in Dinslaken, schreibt zum Haldenneubau und Emscher Masterplan:

Der Averbruch wird in den nächsten Jahren zur Großbaustelle. Den Eindruck bekommt der interessierte Bürger, wenn er die Pläne von Thyssen Krupp Steel (TKS) und der Emschergenosschenschaft (EG) betrachtet. Die Umgestaltung der Emscher mit einem breiteren Flusslauf zum “ökologischen Schwerpunkt Averbruch” wirft eine Reihe von Fragen auf.

Ich melde Zweifel daran an, dass bei der Salzhaltigkeit der Emscher diese baumbestandene Aue Wirklichkeit werden kann. Zudem ist ja auch nicht sicher, ob das Oberflächenwasser der Halde so sauber und rein ist, dass es die “Entstehung wertvoller Feuchtlebensräume für Tiere und Pflanzen” fördert.

Die ökologischen Wunschträume lenken ein wenig von den Fakten ab. Beide Bauvorhaben, die im Bereich der Deponie an der Brinkstraße ineinander übergehen und eine enge Zusammenarbeit beider Unternehmen erfordern, haben in etwa den gleichen Zeitplan. Die EG ist in weiten Teilen der Plangestaltung von der TKS abhängig, die große Flächen dies- und jenseits der Emscher ihr Eigen nennt.

Zudem bekommt es der Bürger mit vermutlich zwei verschiedenen Planfeststellungsverfahren zu tun, sodass es für viele schwierig wird, die einzelnen Baumaßnahmen dem richtigen Verfahren zuzuordnen.

Eine Bitte an die Parteien im Rat: Schließen Sie sich zusammen, um mit den betroffenen Bürgern und den beteiligten Firmen im Vorfeld die Ängste der Anwohner auszuräumen.