Im Blickpunkt Runder Tisch eher halbrund

NRZ Lokalausgabe, 25. Februar 2012

Im Blickpunkt
Dinslaken.

Der erste Runde Tisch zur Erweiterung der Deponie Wehofen-Nord wird aller Voraussicht nach eher ein Halbrund: Etwa die Bürgerinitiative gegen die Haldenerweiterung (Big) als auch die CDU wollen nach wie vor nicht teilnehmen. Für Kritik sorgte derweil ein Schreiben von ThyssenKrupp an ehemalige und aktuelle Beschäftigte, in denen das Unternehmen zur Teilnahme an der Veranstaltung einlädt. Das Schreiben sei nicht an die 100 statistisch ausgewählten Bürger, die eingeladen wurden, sondern an alle „Thyssen-Kruppianer“ gegangen, damit diese bei Interesse teilnehmen, sich informieren und mitdiskutieren können, sagte gestern ein Unternehmenssprecher. Und jetzt sieht sich ThyssenKrupp mit dem Vorwurf konfrontiert, gezielt bei der Veranstaltung für eine „Pro-Unternehmens-Stimmung“ sorgen zu wollen. „Wenn man solche Wege geht, zeigt das doch, dass es seitens des Unternehmens noch große Unsicherheiten gibt“, kommentiert CDU-Vorsitzender Heinz Wansing.

Nach wie vor ist auch Die Linke in Dinslaken gegen die Haldenerweiterung und will, so Fraktionsvorsitzender Gerd Baßfeld, „die Big aktiv unterstützen“, wird sich aber dennoch mit an den runden Tisch setzen. Schließlich gehe es darum, sich genau über den Plan zu informieren. kub

Das Treffen des Runden Tisches ist öffentlich und beginnt Montag, 27. Februar, um 18 Uhr im ev. Gemeindehaus, Duisburgerstr. 72, Dinslaken.