„Mir fehlt auch die Gegenseite“

NRZ Lokalausgabe, 22. März 2012

Autor: Maren Wenzel

Dinslaken.

„Mir fehlt auch die Gegenseite“, kommentierte Moderator Ronny Schneider beim zweiten Treffen des Runden Tisches zur Erweiterung der Halde Wehofen. Dabei hatte eine Zuhörerin in der Pause kritisiert, dass die Darstellungen der Gutachten von Thyssen-Krupp Steel einseitig wären, da Gutachter wie von einem Naturschutzverband am Runden Tisch fehlten.

Nach wie vor nehmen die Bürgerinitiative BIGG, CDU, UBV und die Naturschutzverbände nicht an dem moderierten Verfahren teil. Und die Linke verließ am Montag vorzeitig die Veranstaltung. Man bedauere, dass die Dominanz von Thyssen-Krupp am Runden Tisch nicht durch die betroffenen Interessengruppen ausgeglichen würde, damit ein objektiveres Bild entstehen könne, so die Linke in einer Pressemitteilung.

„Dass die BIGG nach wie vor die Teilnahme ablehnt, ist keine Kultur“, kommentierte Moderator Ronny Schneider gegenüber der NRZ. Auf Rückfragen vom Pfarrer in Rente äußerte die Bürgerinitiative, dass die „Dinge, die vereinbart würden“ keine Verbindlichkeit hätten. Deshalb will man erst zum Planfeststellungsverfahren aktiv werden. Dennoch soll die BIGG auch zu den nächsten Runden geladen werden.



Es wurden aber auch Naturschutzverbände zum Treff gebeten. „Ich habe das Landesbüro für Naturschutz mit Zentrale in Oberhausen und zuständig für den Bezirk Düsseldorf eingeladen“, erklärt Schneider. Und zitiert den Sprecher der Naturschutzverbände mit den Worten, „es gäbe zwei Richtungen im Naturschutzverband. Die eine könnte sich vorstellen an einem Modellversuch wie dem Runden Tisch teilzunehmen. Die andere lehnt dies strikt ab. Diese zweite Gruppe hat im Bezirk Düsseldorf eindeutig das Sagen.“

Wenigstens war, so Ronny Schneider, auf Seiten der Bürger „viel Kompetenz im Raum“.

Am 21. April können Interessierte um 10 Uhr zum Eingang des Deponiegeländes an der Leitstraße kommen und die Halde besichtigen. Am 23. April um 18 Uhr findet der Runde Tisch zum Thema „Luft“ im Ev. Gemeindezentrum statt.
Bild 1:
Ronny Schneider, Moderator am Runden Tisch.
Foto: Hermann