NRZ: “HALDE: Thyssen-Krupp bleibt hart”

Die NRZ zitiert unter der Überschrift “HALDE: Thyssen-Krupp bleibt hart” einen Unternehmenssprecher von TKS mit den Worten: „Wir sind nach wie vor entschlossen, eine Baugenehmigung für einen weiteren Abschnitt der Wehofener Halde zu beantragen. In den nächsten Monaten, auf jeden Fall aber noch in diesem Jahr werde man den Antrag bei der Bezirksregierung in Düsseldorf einreichen”. Sie können dies unter NRZ nachlesen.

NRZ, 03. Juni 2009, Heinz Ingensiep

Derweil ergreift jetzt auch die Stadt die Initiative, um weitere Aufschüttung der Deponie Wehofen zu verhindern
Dinslaken. Während man im Technischen Rathaus offenbar dabei ist, die Sorgen der Bewohner des Averbruchs ernstzunehmen, machte Thyssen-Krupp Steel (TKS) gestern deutlich, dass es von seinem Vorhaben einer Deponie-Erweiterung im Süden der Stadt nicht abweicht.

„Wir sind nach wie vor entschlossen, eine Baugenehmigung für einen weiteren Abschnitt der Wehofener Halde zu beantragen”, so ein TKS-Sprecher auf NRZ-Anfrage. „In den nächsten Monaten, auf jeden Fall aber noch in diesem Jahr” werde man den Antrag bei der Bezirksregierung in Düsseldorf einreichen. Wald statt Abfall Im März hatten die Grünen und die „Bürgerinitiative gegen Giftmüll” speziell das Dinslakener Planungsamt einer zu großen „Thyssen-Freundlichkeit” bezichtigt. Vor allem Planungsdezernent Klaus Haverkämper sei damals nach einem gemeinsamen Antrag von Grünen und CDU nicht auf die Haldenproblematik eingegangen. Das hat sich inzwischen nach weiteren Debatten grundlegend geändert. Für den Planungs- und Umweltausschuss am nächsten Montag hat die Verwaltung ein Bündel von vier Beschlussvorlagen geschnürt, um die Pläne der TKS AG doch noch zu durchkreuzen. Die Stadt will dabei Änderungen des Flächennutzungs- und des Bebauungsplanes für das Gebiet zwischen Brinkstraße, Emscher, ehemaliger Zechenbahn und Leitstraße vornehmen. Zudem soll eine Veränderungssperre erlassen werden. In einem weiteren Schritt strebt man eine Änderung des Regionalplanes im Bereich der Halde Wehofen-Nord an, die allerdings bei der Bezirksregierung beantragt werden muss. Ziele seien die „Stärkung des Freiraumes” und der „Schutz der Wohnbevölkerung im Averbruch”, heißt es in den Vorlagen. In Zukunft solle dort auf auf eine Abfalldeponie vollständig verzichtet werden und stattdessen der im Regionalplan bereits dargestellte Wald ohne eine Zwischennutzung entstehen. Was die Arbeiten auf dem Gelände an der Leitstraße angeht, die von BI gegen Giftmüll argwöhnisch beäugt wird, erklärte der TKS-Sprecher: „Sie dienen zur Verlegung von Rohren. Diese wiederum sind für den ersten Bauabschnitt der im Rahmen der Emscher-Renaturierung vorgesehenen Hangwasseraue gedacht.”