Passivsammler statt Messstation

NRZ Lokalausgabe, 13. Dezember 2010

Dinslaken. Während sich das Feinstaub-Problem anscheinend in Luft aufgelöst hat, soll nun der Luftreinhalteplan auch ohne Umweltzone Wirkung zeigen.

Zwei verschiedene Lösungen für zwei verschiedene Probleme: Gewissermaßen in Luft aufgelöst hat sich die vermeintliche Feinstaubproblematik, die durch fehlerhafte Messungen an der Wilhelm-Lantermann-Straße in die Diskussion gekommen war.

Aktuell zeigt die Station 13 „nur“ Überschreitungstage, erst ab 35 wird es kritisch. Für die zuständige Landesbehörde Grund genug, um Entwarnung zu geben. Die mobile Messstation an der Wilhelm-Lantermann-Straße wird im Januar abtransportiert, informierte gestern Karl-Heinz Rudorf für die Stadtverwaltung den zuständigen Planungs- und Umweltschutz-Ausschuss. Stattdessen soll an gleicher Stelle künftig durch einen Passivsammler die Stickstoffkonzentration ermittelt werden.

Denn ernster als die Feinstaub ist die NO2-, beziehungsweise NOX-Belastung in Dinslaken. Wie berichtet scheint es nach derzeitigen Berechnungen aber nicht notwendig, eine Umweltzone einzurichten, um die Belastung unter den geforderten Grenzwert zu bekommen. Im Luftreinhalteplan, der gestern ebenfalls den Ausschuss passierte, ist deswegen lediglich ein Lkw-Fahrverbot auf der Hans-Böckler- und der Hünxer Straße sowie auf der Wilhelm-Lantermann-Straße vorgesehen. Ob die Maßnahme die erhoffte Wirkung zeigt, sollen Messungen innerhalb des nächsten Jahres zeigen.