Staubbelästigung Deponie – BIGG bittet Bürgermeisterin und Stadtrat um Hilfe

Die BIGG e. V. hat diese Woche die Bürgermeisterin und den Stadtrat um Hilfe im Zusammenhang mit der Staubbelästigung durch den Deponiebetrieb in Wehofen gebeten.


Sehr geehrte Frau Eislöffel, sehr geehrte Vorsitzende der Fraktionen im Rat der Stadt Dinslaken,

seit Jahren kämpft die BIGG e.V. gegen den 3. Bauabschnitt der Deponie Wehofen. Vor mehr als 10 Monaten haben wir als BIGG e.V. offiziell bei der Regierungspräsidentin in Düsseldorf Beschwerde wegen verschiedener Belästigungen bzw. Gefahren, die bereits jetzt vom 2. Bauabschnitt der Deponie in Wehofen ausgehen, eingereicht. Zusätzlich haben wir uns im letzten Jahr mit MitarbeiterInnen von tkSE, die für den Betrieb der Deponie verantwortlich sind, getroffen. In diesem Jahr haben wir nun erneut Beschwerde bei der Bezirksregierung eingereicht und eine Anfrage an tkSE gestellt. Den umfassenden Schriftverkehr haben wir angehängt.

Wir wenden uns nun mit der Bitte um Hilfe an die Vertreter der Stadt Dinslaken, da sich die Deponie in Wehofen auf Dinslakener Gebiet befindet und Dinslakener BürgerInnen gefährdet werden.

Wir bitten um die Einrichtung von mindestens einer Luftmessstation in Barmingholten sowie die Kontrolle der LKW, die aus Hünxe /Schermbeck die Deponie beliefern.

Sowohl die Bezirksregierung als auch tkSE haben die Einrichtung einer Messstation in Barmingholten bisher mehrfach abgelehnt. Die folgende Begründung für die Einrichtung einer Messstation haben wir auch an Frau Radermacher geschrieben:

Auszug aus der Beschwerde an Frau Radermacher:

Zu unserem Hauptanliegen, der Staubentwicklung, die wir mittels Bildern und Videos wiederholt belegt haben, schreibt uns der zuständige Sachbearbeiter Herr Reinhard:

Zu Ihren Videos merken Sie an, dass es bei LKW-Fahrten weiterhin zu Staubentwicklungen kommt. Bei der Beurteilung Ihrer Videoaufnahmen komme ich jedoch zu dem Ergebnis, dass die seitens der tkSE AG intensivierten Bewässerungsmaßnahmen und die Reduzierung der LKW-Geschwindigkeit greifen. Augenscheinlich sind relevante Staubemissionen von der Deponiestraße bei dieser LKW-Fahrt in Ihrem Video nicht erkennbar, der Staub verbleibt unmittelbar am Entstehungsort, ein Abdriften von Staub über die Deponiegrenze hinaus findet nicht statt.“ 

Dieser Schlussfolgerung möchten wir vehement widersprechen, da sie schlicht falsch ist. Wenn die Verhältnisse auf der Deponie -wie von uns dargelegt- durch Trockenheit ein Aufwirbeln von Staub während des laufenden Betriebs ermöglichen, hängt es einzig und allein von der Windintensität ab, ob der Staub auf der Deponie verbleibt, oder vom Deponiekörper in die Wohngebiete getragen wird.

Wir wiederholen unser Beobachtung, dass es zu Staubemissionen vom Deponiekörper kommt, die bei entsprechenden Wetterverhältnissen eine Bedrohung für die Anwohner darstellen.
Wir gehen weiterhin davon aus, dass die ergriffenen Maßnahmen -Änderung der Verkehrsführung und Wässerung des gesamten Deponiekörpers mit einem einzelnen Fahrzeug- nicht ausreichen, um die Bestimmungen der Genehmigung zu erfüllen und Staubemissionen zu unterbinden. Nach jedem windigen Tag ist das Wohngebiet mit dunklem Staub überzogen, was wir ihnen gerne vorführen würden.

Nach nun fast einem Jahr Austausch mit der Bezirksregierung und tkSE verzeichnen wir kaum Besserung der Situation und bitten aus diesem Grund um Unterstützung. Bitte veranlassen sie die Errichtung von mindestens einer Luftmessstation in Barmingholten und nutzen sie ihre politischen Kontakte auf Landesebene, um eine intensivere Kontrolle der Erfüllung der Auflagen der Deponie zu veranlassen. Dies auch mit Blick auf den in Vorbereitung befindlichen 3. Bauabschnitt. Auf diesem wird über die nächsten 10-20 Jahre gekippt und der Bauabschnitt wird noch höher werden als die bestehenden Abschnitte 1 und 2. Wir können dann davon ausgehen, dass die Belästigungen durch Staub, Lärm und Verkehr drastisch zunehmen werden.

Wir würden uns gerne mit ihnen über dieses Thema austauschen.

Vielen Dank für ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Karin Rode

Mitglied des Vorstandes
BIGG e. V.

Hella Tobias-vom Scheidt

Sprecherin des Vorstandes
BIGG e. V.

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