Staubiger Hintergrund

NRZ Lokalausgabe, 26. Februar 2009

BRIEFE AN DIE REDKATION

Zum Artikel „Abwinken an den Feinstaubquellen” und zum Kommentar „Umzingelt von ,Bestäubern'” (NRZ vom 24. Februar, schreibt Charlotte Brinkmann, Kirchweg 1 in Walsum:

Schön, dass Sie die vielen Feinstaubquellen aufzählen. Laut Luftreinhalteplan der Bezirksregierung Düsseldorf trägt der Kfz-Verkehr in ganz Duisburg mit nur 48 Tonnen pro Jahr zur Feinstaubbelastung bei. Nach eigenen Angaben von Evonik können im neuen Block 10 in Walsum 2,4 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr verfeuert werden. Das ergibt etwa 300 Tonnen Feinstaub, der durch den hohen Kühlturm gleichmäßig über eine große Fläche verteilt werden wird.

So wie jeder Industriestandort, heißt es dann: Vor Ort sind unsere Abgase irrelevant. Insgesamt summiert sich der Dreck zur so genannten Hintergrundbelastung, deren Quelle nur schwer gefunden werden können. Meiner Lunge ist dies egal.

Fakt ist: In einem solch stark belasteten Gebiet weitere Kraftwerke und Industrie zu errichten, ist für die Gesundheit der Bevölkerung unverantwortlich.