Weit über 100 Hektar Lagerflächen frei in Dinslaken und Nachbarstädten

Wie eine einfache Recherche bei der Online Plattform Immobilienscout24.de ergab, gibt es mehr als genug Logistikfläche!

In Dinslaken Barmingholten wird gerade ein neuer Logistikpark als regionaler Kooperationsstandort geplant. Dieses Industriegebiet liegt direkt neben einen Wohngebiet, dem Stadtteil Barmingholten. 

Zwei der wichtigsten Argumente der Befürworter sind das diese Flächen benötigt werden und das Arbeitsplätze entstehen. 
Wir haben einmal bei dem gängigen Portal immobilienscout24.de geschaut wie viele Lagerhallen und Fläche aktuell nur über dieses Portal angeboten wird. Stand 21.09.20 waren das insgesamt in Dinslaken 12 Hallen mit 33.891 qm2. Die größte davon hat 15.000 qm2 Fläche. Zwei mit 2100qm2 und 1400 qm2 waren noch im Bau bzw. gerade fertig gestellt. 
Falls das aber nicht reicht, im direkten Umfeld von Dinslaken sind noch viel größere Flächen vorhanden. So ist in Voerde ein Logistikneubau mit über 59.000 qm2 (Link zum Angebot) oder in Hünxe ein Neubau mit 35.000qm in der Vermarktung. 
Noch extremer wird es wenn wir nach Oberhausen oder Duisburg schaut. Hier haben wir nur einmal Hallen größer 16.000 qm2 addiert und kommen auf über 60 Hektar in Oberhausen und über 50 Hektar in Duisburg. Wohlgemerkt nur Objekte größer 16.000qm2 und in der Vermarktung befindlich. 
 
Wenn mal das zusammenfasst kommt man auf weit über 100 Hektar (entspricht: 1.000.000 qm2) verfügbare Logistikfläche allein bei den größeren Objekten. Vermutlich ist die real verfügbare Fläche nochmal deutlich größer, da nicht alle bei diesem Anbieter in der Vermarktung angezeigt werden, ausserdem werden Großprojekte vermutlich eher direkt mit den großen Unternehmen vermarktet. So würden wir vorsichtig schätzen das es vermutlich eher 200 Hektar (entspricht: 2.000.000 qm2) verfügbare bzw. in Planung befindliche Logistikfläche gibt. Nicht berücksichtigt ist hier der von PWC prognostizierte Einbruch in der Logistikbranche durch die Corona Krise von über 8%. Es ist anzunehmen das es Jahre dauern wird bis die Wirtschaft wieder auf dem Niveau von 2019 sein wird.   
 
Da stellt sich noch einmal mehr die Frage wofür Dinslaken auch nochmal 31 Hektar Logistikfläche benötigt und hierfür Natur und Landwirtschaftliche flachen versiegeln möchte , zumal davon auszugehen ist das alteingesessenen Logistikhubs wie Oberhausen und Duisburg hier noch weiter aufrüsten. 
 
Arbeitsplätze sind natürlich auch immer ein wichtiges Argument und natürlich sind kurze Wege von großem Vorteil und sparen CO2 Konsum. Dies steht aber in keinem Verhältnis mit dem CO2 Belastungen die wir uns durch die zusätzlichen LKW und Transporter Bewegungen in die Stadt holen. Viel wichtiger wäre es in die Verkehrsinfrastruktur (insbesondere eMobility) und in den Nahverkehr zu investieren um den weg zur Arbeit sowohl für Dinslakener die in den Nachbarstädten arbeiten als auch umgekehrt attraktiver und Umweltverträglich zu gestalten. 
 
Übrigens in unserem Video zur Gründungsveranstaltung erklärt Karin Rode sehr schön wie wenig an Geld dafür bei der Stadt bleibt. Da wie nun bekanntgegeben die Erschließungskosten von dem Logistikunternehmen/Projektentwickler getragen werden müssten, kann man davon ausgehen das diese gegen die niedrigen Gewerbesteuereinnahmen über vermutlich 10-20 Jahre abgeschrieben werden. 
 
Weiterführende Links und Quellen:
 
COVID-19 versetzt die Transport- und Logistikbranche in den Krisenmodus
 
Suchanfrage Logistikfläche Immobilienscout 24 in Oberhausen:
 
Suchanfrage Logistikfläche Immobilienscout 24 in Duisburg:

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