Pressemitteilung: Baumrodungen sorgen für Aufklärungsgespräch: BIGG e. V. bringt Bürger, EGLV und Initiativen an einen Tisch
DINSLAKEN, 20. April 2026 – Was steckt hinter den Baumrodungen an der Landwehrstraße? Diese Frage beschäftigte in den vergangenen Wochen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Dinslaken – und wurde schließlich zum Ausgangspunkt für einen intensiven Austausch, den die BIGG e. V. initiiert hat.
Auslöser waren zahlreiche Nachfragen aus der Bevölkerung sowie aus den eigenen Reihen des Vereins. „Viele Menschen haben uns angesprochen und wollten wissen, was dort passiert“, heißt es aus dem Vorstand. Die BIGG griff diese Unsicherheit auf, nahm Kontakt zur Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV) und weiteren engagierten Akteuren auf – mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen.
Öffentlicher Termin am Altmarkt stößt auf großes Interesse
Das Ergebnis war ein öffentlicher Informationstermin, der unmittelbar vor der diesjährigen Mitgliederversammlung der BIGG im „König am Altmarkt“ stattfand. Rund eineinhalb Stunden standen die Fachleute der EGLV den zahlreichen Gästen Rede und Antwort.
Im Mittelpunkt stand die Einordnung der Baumrodungen in ein größeres Gesamtprojekt: den Hochwasserschutz und die ökologische Entwicklung in der Region. Die Vertreter der EGLV erläuterten, dass die Maßnahmen Teil langfristiger Planungen sind, die sowohl dem Schutz vor Hochwasser als auch der Renaturierung dienen. Konkret sollen an der Landwehrstraße und im Bereich Holten künftig neue, ökologisch wertvolle Lebensräume entstehen.
Auch die EGLV nutzte die Gelegenheit, um das zugrunde liegende Konzept weiter auszuführen und Einblicke in die geplanten Maßnahmen zu geben – von den technischen Hintergründen bis hin zu den langfristigen Zielen für Umwelt und Infrastruktur.
Die lebhafte Diskussion machte deutlich, wie groß das Interesse und Engagement der Bürgerschaft ist. Zahlreiche Fragen zeigten: Die Menschen wollen verstehen, was vor ihrer Haustür geschieht – und sie wollen beteiligt werden.
Mitgliederversammlung: Rückblick, Ausblick und Kontinuität
Im Anschluss an den öffentlichen Teil fand die reguläre Mitgliederversammlung der BIGG e. V. statt. Inhaltlich knüpfte der Verein dabei an die zuvor diskutierten Themen an und gab einen umfassenden Überblick über seine laufenden Aktivitäten.
Im Fokus standen unter anderem:
- die Entwicklungen rund um die Deponie und das DHE,
- aktuelle Ergebnisse aus Luftmessungen,
- sowie vielfältige ökologische Projekte – darunter Bienen- und Blumenwiesen, die DoHa-Initiative und die Beteiligung an der Picobello-Aktion.
Die Mitglieder würdigten die Arbeit des Vorstands und entlasteten diesen einstimmig. Auch bei den anschließenden Wahlen setzten sie auf Kontinuität: Die bisherige Führungsmannschaft wurde geschlossen im Amt bestätigt.
- Sprecherin: Hella Tobias
- Vertreter: Karin Rode, Harald Dietsch und Sven Koltermann
- Kassenwart: Christoph Nohr
Stärkung von Netzwerken und Initiativen
Ein weiterer wichtiger Punkt war der Austausch mit der Bürgerinitiative „Grüne Lunge Eppinghoven“. Die BIGG bekräftigte, die Initiative – die bereits in der Gründungsphase unterstützt wurde – künftig wieder stärker aktiv zu begleiten. Ziel ist es, gemeinsam den Erhalt von Grünflächen und die Lebensqualität in Dinslaken nachhaltig zu sichern.
Engagement als verbindendes Element
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie aus konkreten Anliegen vor Ort ein breiter Dialog entstehen kann. Von ersten Bürgeranfragen über die Organisation eines öffentlichen Termins bis hin zur Einbindung verschiedener Institutionen wurde deutlich, welche Rolle die BIGG als Vermittlerin und Stimme der Bürgerschaft einnimmt.
„Die große Resonanz zeigt uns, wie wichtig Transparenz und Austausch sind. Wir verstehen uns weiterhin als Bindeglied zwischen Bürgern, Institutionen und Politik – und als wachsame Stimme für Umwelt- und Gesundheitsschutz in Dinslaken“, so Sprecherin Hella Tobias.
Über die BIGG e. V.
Die BIGG e. V. engagiert sich seit Jahren für Umwelt- und Naturschutz in Dinslaken. Der Verein begleitet kritisch lokale Entwicklungen, bringt Bürgeranliegen in den Dialog mit Institutionen ein und setzt eigene Projekte zur Förderung von Natur- und Lebensqualität um.
